Geschichte des Römerofen

Der Anschaffung eines Römerofens liegt meist auch eine besondere Lebenseinstellung zugrunde. Immer mehr Menschen erkennen: Mit jeder technischen Errungenschaft, die auf Leitungsnetzen basiert – wie Internet, Gas, Strom oder Fernwärme – machen wir uns ein Stück abhängiger. Wir sind daher gewiss gut beraten, wenn wir uns für so fundamentale Tätigkeiten wie Heizen oder der Kochen auf Gegenstände verlassen können, deren Technik wir verstehen und kontrollieren können, die autark funktionieren, und deren Betriebsmittel wir notfalls selbst beschaffen können.

Unser Ziel war es deshalb, einen Ofen zu bauen, in dem sich ein maximaler Nutzwert mit einem Minimum an Arbeitsaufwand verbindet. Im Zeitalter von Zentralheizung und Fernwärme müssen der Alltagswert eines Ofens so hoch und sein Betrieb so attraktiv sein, dass sein Besitzer das tägliche Anzünden nicht als Last, sondern als Freude empfindet. Und nur so macht eine solche Investition auch Sinn. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Ofen schnell und ohne großen Aufwand in Gang gebracht werden können und anschließend

  • eine angenehmere Wärme als die Zentralheizung verbreiten
  • umweltfreundlich und sparsam brennen
  • preiswert und unabhängig Energie liefern
  • Möglichkeiten des Kochens fernab vom Elektroherd bieten
  • und dabei die Gemütlichkeit und das Wohlgefühl verbreiten, wie es nur ein echter Kachelofen kann.

Der Erfinder des Römerofens ist der Betriebswirt Reiner Trinkel aus dem Pfälzischen Obrigheim. Obwohl er beruflich andere Pfade eingeschlagen hat, war der Ofenbau Hobby und Leidenschaft schon seit früher Jugend. Nach vielen Versuchen und Experimenten mit Speicheröfen und Backherden begann er 1996, seine Vision vom „idealen Ofen“ zu realisieren: einer Kombination aus Grundkachelofen und Backofen. Dazu gehörte – neben der Entwicklung einer neuen Speichertechnik, die ein schnelleres Aufheizen ermöglichen sollte -, auch die Nutzung des Ofens zum Braten, Grillen und Räuchern. Darauf legte der passionierte Hobbykoch besonderen Wert. Das Ziel:

Alle Garmethoden, die das Holzfeuer bietet, sollten in diesem Ofen möglich sein – selbst exotische Techniken wie das Heißrauch-Garen (z.B. für Original Pekingente) oder das Backen im offenen Feuer – unerlässlich für perfekte Pizzen und Flammkuchen. 5 Jahre dauerte die Entwicklungszeit. Der Durchbruch gelang mit der Entwicklung des Römerofen-Zements, eines speziell den besonderen Anforderungen angepassten Materials aus dem Hochofenbau.

Das war die Voraussetzung für das Doppelspeicher-System, mit dem erstmals zwei im Grunde gegensätzliche Eigenschaften in Einklang gebracht werden konnten: Schnell aufheizen und dennoch lang die Wärme speichern.

Reiner Trinkel, der Erfinder des RÖMEROFENS, vor dem ersten, 1999 im Garten errichteten Prototyp, der heute als Grill, Back- und Räucherofen den Sommer über im Einsatz ist.